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RAUMPROGRAMM

Übersicht

Wissen
Präsenzbibliothek 50.000 Bände (Freihandaufstellung)
Lesebereich
Scan- und Kopiermöglichkeit
Information
Foyer mit Sicherheitsschleuse und Aufsicht
Büro Bibliotheksleitung
Magazin Lager / Buchbinderei
2500 m²
Cinemathek Sammlung
5 Medienräume (12 Plätze)
Kino (99 Sitze)
Projektorraum
Ticketverkauf
Lager
500 m²
Mediathek 50 Internetarbeitsplätze
Anmeldung (2 Büroarbeitsplätze)
Büro Administration
Serverraum
300 m²
Forschung Büros (Einzel- / Doppelarbeitsplätze) 200 m²
. .
3500 m²

Kommunikation
Ausstellungsfläche Halle (flexibel teilbar)
Werkstatt
Büro KuratorIn
Lager
2500 m²
Konferenzzentrum Plenarsaal
3 Seminarräume
(zusammenschaltbar u.
Parallelnutzung möglich)
800 m²
. .
3300 m²

Kultur
Veranstaltungsbereich Halle (500 Sitze)
Foyer
Bar
Bühne
Hinterbühne
Künstlergarderoben
Bühnenlager
1500 m²
Hamam / Spa Becken F+M (je 100m²)
Duschen F+M
Sauna F+M
Massage F+M
Bar F+M
Personalräume
Wäschelager
600 m²
Teesalon Teesalon
Küche
100 m²
. .
2200 m²

Gästehaus
Empfang Foyer
Büro Verwaltung
150 m²
Cafeteria Speisesaal (80 Gäste)
Küche
Lager (separate Anlieferung)
350 m²
Gästezimmer 25 Einzelzimmer
25 Doppelzimmer
5 Apartments (ja 10 Betten)
1500 m²
Gemeinsame Einrichtungen Lounge
Küche
Nachrichtenraum mit Internetzugang
100 m²
. .
2100 m²

Sonstiges
Verwaltung Büro Direktion
Büro Verwaltung
300 m²
Aussenbereiche . 600 m²
Zentrale Gebäudetechnik . 250 m²
. .
1150 m²
Gesamt
12250 m²

Das Haus der Zukunft soll Funktionen aus den drei Bereichen Wissen, Kommunikation und Kultur zusammenführen um eine Vielzahl von gesellschaftlichen Facetten abbilden zu können und Austausch auf einer breiten Basis und diversen Ebenen zu ermöglichen.
Ergänzt wird dieser Komplex durch ein Gästehaus, das Nutzern und Besuchern für kürzere oder längere Aufenthalte zur Verfügung steht.
Im Folgenden werden die o.g. Funktionen einzeln erläutert, es ist jedoch zu beachten, dass ein sinnvolles Zusammenspiel der Bereiche vorzuschlagen ist, bei dem sich Funktionen ergänzen und Querbezüge hergestellt werden. Der Gebäudekomplex ist u.a. als Abbild der Kulturen zu verstehen, der einem Organismus gleicht bei dem sämtliche Teile für das Ganze unerlässlich sind und sich untereinander beeinflussen. Es sind also Lösungen vorzuschlagen, die z.B. gemischte Aufenthaltsbereiche, Eingangssituationen oder Durchwegungen aufzeigen.
Weiter sollte hervorgehoben werden, dass sich das Haus der Zukunft seiner Umgebung öffnen möchte. Die Weitergabe von Wissen und die Kommunikation mit Menschen aus der europäischen, sowie aus der asiatischen Kultur ist zentraler Bestandteil seines Selbstverständnisses. Durch seine prominente Lage an einer frequentierten Uferpromenade sind die Vorraussetzungen dafür gegeben, das es mit öffentlichen Veranstaltungen eine aktive und wichtige Rolle in Istanbuls Kulturlandschaft spielt und auch ungefragt seine Inhalte an Passanten weitergibt. Eine Durchwegung auf der Strassenebene ist in Hinblick auf eine mögliche Erweiterung der Uferpromenade in Richtung Haydarpaşa Bahnhof wünschenswert, aber nicht zwingend gefordert.
Das Gebäudevolumen sollte sich an der Höhenentwicklung der Umgebung orientieren.
Für alle u.g. Einrichtungen sind die notwendigen sozialen und hygienischen Einrichtungen einzuplanen.


Wissen (3500 m²)

Dieser Bereich ist der Sammlung von literarischen, wissenschaftlichen, filmischen u.ä. Dokumenten gewidmet, die den Besuchern frei zugänglich sein sollen, und auch Veranstaltungen wie Lesungen oder Filmvorführungen beherbergen können.
Eine Präsenzbibliothek für 50.000 Bücher, incl. Lesebereich und dienenden Räumen wird mit 2500m² veranschlagt. Da die Sammlung auch alte und wertvolle Werke beinhalten kann, ist eine Sicherheitsschleuse gegen Diebstahl vorzusehen. Es ist ausserdem wünschenswert, dass ausgewählte Werke prominent ausgestellt werden.
Dem Bereich soll ausserdem eine Cinemathek zugeordnet sein (500m²), mit einem Kinosaal für 99 Personen, 5 schalldichten Medienräumen zum Abspielen diverser Bild- und Tonträger (min. 12 Arbeitsplätze), und zugehörigen Funktionen wie Ticketverkauf, Projektorraum, Lager etc.
Eine Mediathek (300m²) mit 50 Computerarbeitsplätzen vervollständigt diese Funktionsgruppe und soll sich in unmittelbarer Nachbarschaft zum Serverraum und Administratorbüro des Gebäudes befinden.
Um Forschungsprojekte durchführen zu können sind Räumlichkeiten für Wissenschaftler vorzusehen (200m²), die nach Bedarf von Einzelpersonen oder Forschergruppen genutzt werden können. Ein Aufenthalt der Forscher im Gästehaus, auch über längere Zeit, ist denkbar und eine entsprechende Verbindung vorzusehen, so dass sich ein vom öffentlichen Teil des Gebäudes geschützter Bereich ergibt.


Kommunikation (3300 m²)

Ein Ausstellungsbereich (2500m²) soll aktuelle und vergangene Zeugnisse der Kulturen in Wechselaustellungen zeigen, u.a. Kunst, Handwerk, Technik, Architektur, Archäologie etc. Er nimmt durch seine Größe einen wichtigen und prominenten Platz innerhalb des Gebäudekomplexes ein und sollte den Besucher auch animieren andere Bereiche des Hauses der Zukunft zu besuchen. Eine flexible Teilung des Ausstellungsbereiches ist vorzusehen. Zu dem Museum gehören auch eine Werkstatt, Lager und Büro des Kurators.
Weiter soll ein Konferenzzentrum (800m²) eingeplant werden, dass einen Plenarsaal für ca. 30 Personen und drei Seminarräume beherbergt, welche zusammengeschaltet oder parallel genutzt werden können.


Kultur (2200m²)

Das Gebäude soll einen Multifunktionssaal beherbergen, der Theater-, Musik- und Tanzvorführungen dient. Der Saal soll ca. 500 Sitzplätze anbieten, mit Bühne, Hinterbühne, Bühnenlager und Künstlergarderoben. Ausserdem soll ein Foyer mit Bar den Veranstaltungen einen angemessenen Rahmen geben (insgesamt 1.500m²). Da der Saal ausserdem für Vorträge und Versammlungen genutzt werden soll, ist eine sinnvolle Anordnung zum Konferenzzentrum vorzusehen.
Im Weiteren sollen ein türkisches Hamam (600m²) für Frauen und Männer getrennt, und ein Teesalon (100m²) die kulturellen Einrichtungen ergänzen.


Gästehaus (2100m²)

Für die Unterkunft von Vortragenden, Studenten, Schulklassen etc. sind 25 Einzelzimmer, 25 Doppelzimmer und 5 Apartments vorzusehen. Die Apartments sollen jeweils bis zu 10 Personen beherbergen können. Ein separater Zugang zu diesem Wohnbereich mit Empfang und Verwaltung soll den ungestörten Betrieb der anderen Einrichtungen gewährleisten und die nötige Privatsphäre herstellen.
Den Gästen steht eine Cafeteria / Frühstücksraum (Kapazität 80 Personen) zur Verfügung, die in ihrer Funktion, je nach Bedarf auch dem Konferenzbereich als Bankettsaal geöffnet werden kann um Catering für Konferenzteilnehmer anzubieten. Eine separate Anlieferung des Küchenlagers ist in jedem Fall vorzusehen.
Den Gästen soll ausserdem eine Lounge und ein Nachrichtenraum mit Internetzugang zur Verfügung stehen.


Sonstiges (1150m²)

Ergänzt werden soll der Gebäudekomplex durch einen oder mehrere großzügige Freibereiche (600m²), die Gelegenheit geben für konzentriertes Arbeiten und Kommunikation zwischen den verschiedenen Einrichtungen. Es sollen insbesondere für den Forschungs- und Wohnbereich Orte der Ruhe entstehen aber auch Bereiche, die die o.g. öffentlichen Funktionen um Freibereiche ergänzen. Es sind in jedem Fall ausreichend Verschattungen vorzusehen.
Nicht zu vergessen sind auch die Büros der Direktion (1 repräsentatives Büro + 20 Mitarbeiter, insgesamt 300m²), sowie die zentrale Gebäudetechnik (250m²).


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